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Sonstige Geschichte aus Thanthalos

Der Nord-Osten

An einem kleinen Küstenstreifen im Nord-Osten des Landes entstand vor einigen Sommern ein kleines Fischerdorf. Heute kommen 68 % der Speisefische aus diesem Dorf. Das liegt an der Eigenart der Fischernetze. Die Netze und Angeln werden nämlich aus Elfenhaar gemacht. Seitdem springen die Fische fast freiwillig in die Netze. Aber nur an diesem kleinen Küstenstreifen.

Morindimelfen

Die Morindimelfen gibt es in Thantalos seit ca. 3000 Jahren. Zu dieser Zeit kam ein junger Elfenmagier nach Thantalos. Er verliebte sich in eine junge Magd und begann sie zu umwerben. Zu dieser Zeit war es sehr untypisch für Elfen mit Menschen anzubandeln. Dann war da auch noch das Problem, dass die Familie des jungen Mädchens absolut gegen diese Verbindung war, da der junge Elf nicht reiten konnte. So stand diese Verbindung von Anfang an unter einem schlechten Stern.

Die beiden verliebten begannen von da an sich heimlich zu treffen. Der Elf Garion fand in der Nähe des Dorfes in dem seine große Liebe Loreley wohnte einen schönen Wald. Tief in diesem Wald begann Garion ein Haus zu bauen, er legte sogar einen Garten für seine Geliebte an. Obwohl er das Haus leicht mit etwas magischer Hilfe hätte bauen können, ließ Garion diese Möglichkeit außer Acht. Deshalb dauerte es ganze fünf Sommer bis das Haus fertig war.

Garion reiste – nur um seine Absichten zu verbergen – in ein Dorf das vier Tagesmärsche entfernt vom Wald lag und kaufte dort Getreide, Saatgut und Vieh für sein kleines Reich im Wald. Als nun alles für seine Liebste vorbereitet war, zog Garion los um Loreley heimlich in der Nacht zu sich zu holen. Loreley war überglücklich. Für sie war es das Paradies in das ihr Garion sie gebracht hatte. Und wann immer sie wollte konnte Loreley ihre Familie sehen. Nach zwei Sommern voller Glück und Liebe bekam Loreley zwei Kinder, die Zwillinge Ondrak und Laryenne. Kurze Zeit später trug Loreley wieder ein Kind in sich. Doch eines Abends war Loreley beim Wasserholen zu unvorsichtig und stürzte in einen kleinen Bach. Eigentlich wäre dies nicht schlimm gewesen, aber sie fiel mit dem Kopf auf einen Stein und verlor das Bewusstsein.

Als Garion seine geliebte Loreley fand, war es bereits zu spät. Voll Leid und Schmerz wandte sich Garion mit seiner Geliebten in den zitternden Armen, immer noch im Bach kniend, klagend an die Götter. Jandra und Lithera beschlossen sich das Leid und auch das Anliegen des jungen Mannes einmal genauer anzusehen. Garion konnte nicht aufhören zu weinen, so beschlossen die beiden Göttinnen mit Garion zu sprechen. Er verhandelte mit den beiden Göttinnen um das Leben seiner geliebten Loreley bis zum Morgengrauen, bis er schließlich zufrieden war. Doch der Preis war hoch!

Loreley würde wieder leben, doch ihr Leben ist an Garions Leben gebunden. Stirbt er, so wird auch Loreley sterben und umgekehrt. Das ungeborene Kind muss im Alter von zehn Sommern in die Lehre als Heiler gehen. Dem Kind sei wichtiges bestimmt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt sollte sich auch das Schicksal der Zwillinge offenbaren. Lithera erklärte nur, dass die beiden eine gemeinsame Aufgabe hätten. Garion wurde auch erklärt, dass der kleine Bach der durch diesen Wald floss ein kleiner Teil des göttlichen Flusses sei. Nur ihm und den Seinen sei es gestattet von diesem Wasser zu trinken. Er wurde von diesem Moment an zum Hüter des Waldes (vor allem aber des kleinen Bächleins) ernannt. Um seine Aufgabe auch zufrieden stellend zu erledigen wurde Garion Macht verliehen die zuvor kein menschliches Wesen verspürte. Loreley erwachte wieder zum Leben und Garion erzählte ihr wie es dazu kam. Nachdem ihr dritter Sohn Kheldar geboren war fingen Garion und Loreley an sich zu verändern. Sie wurden größer (Garion ca. 2 Meter und Loreley ca. 1,90 Meter) und schlanker. Ihre Gesichtszüge wurden kantiger und ihre Haare wurden schwarz. Wer den beiden von nun an in die Augen sah, war davon überzeugt, dass sie alles Wissen dieser Welt in sich trugen. Garion und Loreley umgab von nun auch etwas sehr geheimnisvolles, vielleicht auch ein weniggöttliches. Nach einigen Sommern kam ein kleines Mädchen in den Wald und stellte sich als Sinalaia vor. Sie war von nun an die Ansprechpartnerin in „göttlichen Angelegenheiten“. Garion bekam den Auftrag hier mitten im Wald eine Stadt zu errichten die den Namen Exito erhalten sollte. Er bekam dazu eine Woche Zeit.

Als Exito errichtet war kam Sinalaia und verkündete Garion das er von nun an der Fürst dieser Stadt und auch des Waldes sei. Im Laufe der Zeit würden sich immer wieder einmal neue Menschen im Wald einfinden. Sie seien dazu bestimmt Bürger von Exito zu werden. Doch vorher mussten Garion, Loreley und die Kinder noch ein Ritual vollführen. Es dauerte eine ganze Woche bis sie erschöpft in einen tiefen Schlaf fielen. Im Traum erschien ihnen Jandra, sie erklärte der kleinen Familie, dass sie der Anfang einer neuen Rasse seien, der Morindimelfen. Sobald sich von nun an ein menschliches Wesen in den Wald verirrt, so wird aus ihm ein Morindim werden. Sie würden nach Exito kommen und ihrer neuen Aufgabe nachgehen. Etwa einen Monat später tauchte tatsächlich eine junge Frau in Exito auf. Sie stellte sich Garion als Ela vor, sie sei eine Heilerin. Garion wies ihr ein Haus zu und Ela begann sich dort einzurichten und ihrer Arbeit nachzugehen. Etwa vier Tage nach ihrer Ankunft änderte sich auch Elas aussehen. Als Kheldar im Alter von zehn Sommern war und Exito schon 50 neue Einwohner hatte kam Sinalaia nach Exito und holte den Jungen ab. Sie versprach dass Kheldar nach seiner Ausbildung wieder wohlbehalten zurückkehren würde.

Etwa acht Sommer später kam Sinalaia und offenbarte Ondrak und Laryenne ihr Schicksal. Nicht weit vom Wald entfernt sei ein kleiner Hain, dort sollten sich die beiden ein Heim errichten. Dort sollten sie den Rest ihres Lebens verbringen. Ondrak sei auserkoren der Wächter der Seherin und des heiligen Quells zu sein. Laryenns Schicksal war das der Seherin. Sie sollte allen Wesen die zu ihr kamen die Zukunft weisen, doch nicht ohne einen Preis dafür zu bezahlen. (Lithera selbst sorgte dafür, dass Ondrak und die Seherin über genügend Wissen und Macht verfügten um ihre Aufgabe zufrieden stellend zu erledigen.) Im Lauf der Jahre bekam Exito immer mehr Einwohner und auch Kheldar kehrte zurück. Doch von Zeit zu Zeit verließ er den Wald denn er sollte Gerüchte über den Wald verbreiten und über die Seherin. Immer wenn Kheldar auf einen Heiler traf verbrachte er einige Zeit mit ihm um ihn weiter auszubilden.

Etwa 2500 Sommer später kam Sinalaia wieder zu Garion. Von da an sollte er von Zeit zu Zeit die Fürstin besuchen und unterstützen. Denn bald sei es an der Zeit für die Morindim ihren Wald zu verlassen und an der Seite des Fürstenhauses La Roche gegen einen furchtbaren und übermächtigen Feind zu kämpfen. Wie immer gehorchte Garion den Anweisungen Sinalaias, doch diesmal übermannte ihn die Neugier, also besuchte er seine beiden Kinder und fragte die Seherin nach dem Feind und der Zeit in der es geschehen würde. Als Antwort bekam er nur, dass der Jünger der Götter sich in Geduld üben solle und warten müsse bis die Fürstin kommt, die dem Feind einen Namen gibt.


Eisingen und Handor Eisenhieb

Der Ursprung der in La Roche lebenden Zwerge liegt im alten Runeda Nor. Nachdem die Zwerge ihre Tore geschlossen hatten zogen einige Krieger aus dem Gefolge König Gruboroschs durch das Land um eine neue geeignete Heimat zu finden. Nach einigen Sommern kehrte ein Krieger zurück zu seinem König um ihm den Fund einer neuen Heimat zu verkünden. Doch Gruborosch hatte sich entschlossen unter den Menschen zu leben. Kallfex der Krieger war damit jedoch nicht einverstanden und bot allen ausgestoßenen Zwergen an mit ihm zu kommen um ein neues Zwergenreich aufzubauen. So zog der tapfere Kallfex mit einer Schar von 48 Zwergen gen La Roche. In einem Gebirgszug nahe der Küste fanden die Zwerge ein weit verzweigtes Höhlensystem. Dort ließen sie sich nieder und bauten die Stadt Eisingen auf. Kallfex wurde zum Oberhaupt gewählt und versuchte die alten Traditionen aufleben zu lassen.

Die Zwerge von Eisingen lebten viele Sommer recht abgeschieden, doch seid etwa 60 Sommern halten sie regelmäßig Kontakt zum Fürstenhaus La Roche. Dieser Kontakt kam unter der Führung von König Rassbaran Schwarzbart zusammen, der bei einem seiner Streifzüge durch die Höhlen einen neuen und allen Zwergen unbekannten Gang fand. Am Ende dieses Ganges fand Rassbaran eine mächtige Säule in die eine Prophezeiung eingemeißelt war die direkt an Rassbaran Schwarzbart gerichtet war. Diese Prophezeiung besagte, dass sich die Zwerge wieder ab und an bei den Menschen zeigen sollten. Irgendwann solle eine Fürstin in Erscheinung treten die den Namen des großen Feindes offenbaren würde. Wenn die Zwerge sich mit den Menschen verbünden so würden große Schätze auf sie warten. Bis heute warten die Zwerge auf den Namen des Feindes, mittlerweile unter der Führung Handor Eisenhiebs.


Die Hobbits und Brago Buchteln

Die Hobbits haben sich schon vor einigen tausend Sommern im Süden des heutigen La Roche angesiedelt. Woher sie genau kommen kann heute niemand mehr genau sagen. Es ist nur bekannt, dass die größte Stadt der Hobbits seit etwa 1000 Sommern Rübingen ist. Da in Rübingen fast niemand lesen und schreiben kann wird ihre Geschichte nur mündlich überliefert. Alle Schreiber die bisher versucht haben die Geschichten der Hobbits aufzuschreiben sind verschwunden, deshalb weiß man nicht sehr viel über die Rübinger Hobbits.

Eine Besonderheit ist allerdings im ganzen Land bekannt und gefürchtet. Wer diese Hobbits bestiehlt wird unerbittlich von den Hobbits gejagt und dann nach Rübingen gebracht, dort wird der Dieb dann zu einem Festmahl verarbeitet. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum die Hobbits noch nie von Orks angegriffen wurden. Es gibt auch kein einziges Wesen im Land, dass die Hobbits respektlos behandelt.

2018  Schwert & Mieder e.V.